RatgeberQuotenjahr 2026Stand 10. September 2026

THG-Quote 2026: jetzt beantragen oder bis Jahresende warten?

Einen gesetzlich besten Zeitpunkt für die THG-Quote 2026 gibt es nicht: Schätzwert und Faktor stehen unabhängig vom Meldemonat fest. Der Unterschied liegt woanders. Wer früh im Jahr meldet, sichert sich die Anrechnung, bevor ein Halterwechsel oder eine Doppelmeldung das Fahrzeug für dieses Jahr verbraucht. Wer bis kurz vor die Frist wartet, kennt mehr Monate Marktpreis, bevor er sich festlegt. Beides muss vor dem gesetzlichen Stichtag passieren – und vor dem Annahmeschluss, den Anbieter üblicherweise davor setzen.

Lohnt es sich, die THG-Quote 2026 jetzt zu beantragen oder zu warten?

Ob du die THG-Quote im Januar oder im Dezember meldest, ändert nichts an dem, was das Gesetz dir zubilligt. Der Schätzwert für einen Pkw (M1) liegt bei 2.000 kWh je Fahrzeug und Jahr, der Faktor 3 gilt bis 2034 unabhängig vom Meldemonat (§ 5 der 38. BImSchV). Der Zeitpunkt entscheidet über zwei andere Dinge: wie gut du gegen einen Halterwechsel abgesichert bist und wie viele Monate Marktpreis du siehst, bevor du dich festlegst.

Fest steht nur der Rahmen: Die Mitteilung ans Umweltbundesamt muss bis zum 15. November des Verpflichtungsjahres eingehen; Anbieter nehmen Unterlagen üblicherweise schon vorher zuletzt an. Wie diese gesetzliche Frist im Detail funktioniert und was beim Verpassen passiert, steht im Ratgeber zur THG-Quote-Frist. Modelle wie der VW ID.4 oder der Tesla Model Y unterscheiden sich dabei nicht: Für die Quote zählt die Fahrzeugklasse, nicht die Marke.

Die Frage stellt sich also nicht als Entweder-oder auf den ersten Blick, sondern als Abwägung zwischen zwei Vorteilen, die sich gegenseitig ausschließen. Die folgenden Abschnitte zeigen, was genau du an Sicherheit gewinnst, wenn du früh meldest, was du an Marktinformation gewinnst, wenn du wartest, und wo die gesetzliche Frist und der Annahmeschluss des Anbieters die Entscheidung ohnehin begrenzen.

Was bringt es, die THG-Quote am Anfang des Jahres zu melden?

Der wichtigste Vorteil einer frühen Meldung ist rechtlich, nicht finanziell: Die Anrechnung ist je Fahrzeug und Verpflichtungsjahr nur einmal möglich (§ 7 Absatz 4 der 38. BImSchV). Ist für eine Fahrzeug-Identifizierungsnummer in diesem Jahr schon einmal eine Bescheinigung erteilt worden, lehnt das Umweltbundesamt weitere Anträge für dasselbe Fahrzeug ab; maßgeblich ist, wer zuerst den Antrag gestellt hat. Wer zuerst meldet, sichert sich das Jahr, unabhängig davon, was später mit dem Fahrzeug passiert.

Das schützt vor zwei Situationen: einer versehentlichen Doppelmeldung, etwa weil sich ein alter Vertrag automatisch verlängert hat, und einem Verkauf im Jahresverlauf. Verkaufst du dein Fahrzeug, nachdem du gemeldet hast, bleibt die Anrechnung bei dir; der Käufer kann sie für dasselbe Jahr nicht mehr beantragen. Die Zulassungsbescheinigung Teil I mit den Feldern P.3, C.1.1 bis C.1.3 und E musst du dafür ohnehin bereithalten. Welche Felder genau zählen, erklärt der Ratgeber zum Fahrzeugschein 2026.

Warum warten manche Halter bis zum Jahresende?

Wer wartet, sieht mehr vom Jahr. Der Preis für die Vermittlung schwankt spürbar: THGaktuell verzeichnet für einen Pkw (M1) im Monatsmittel 316 Euro im Juni, 328 Euro im Juli und 341 Euro im August 2026; der September lag am 10. des Monats bei 342 Euro. Anbieter wie enwag oder EnBW nennen aktuell 290 beziehungsweise 350 Euro je Pkw, Stand 10.09.2026. Eine Garantie, dass der Preis zum Jahresende höher liegt als im Frühjahr, gibt es daraus nicht, der Verlauf zeigt nur, dass er sich bewegt.

Wer bis kurz vor die Frist wartet, hat also mehr Datenpunkte, aber keine Gewissheit. Was du für dein Fahrzeug am Ende bekommst, hängt zusätzlich vom Verhandlungsergebnis mit dem Quotenhändler ab und steht erst nach dessen Bestätigung fest. Die aktuelle Übersicht dazu liegt auf Auszahlung, nicht in diesem Artikel.

Bis wann muss die Meldung fürs Verpflichtungsjahr 2026 raus?

Die gesetzliche Frist für Pkw und andere reine Batterieelektrofahrzeuge ist der 15. November des Verpflichtungsjahres (§ 8 Absatz 1 Nummer 2 der 38. BImSchV). Das Umweltbundesamt behandelt diese Frist als gesetzlich vorgegeben; eine Nachmeldung für ein bereits abgelaufenes Verpflichtungsjahr gibt es nicht. Der oft genannte 28. Februar des Folgejahres gilt nur für öffentlich zugängliche Ladepunkte, nicht für dein privat geladenes Fahrzeug.

Anbieter setzen ihren Annahmeschluss üblicherweise vor den 15. November, weil die Meldung an das Amt Zeit braucht und niemand sie am letzten Tag einreicht. Unserer für 2026 steht noch nicht fest; sobald er feststeht, steht er auf der Startseite. Ausführlich steht das im Frist-Ratgeber.

Wie wirkt sich der Zeitpunkt auf den Preis aus?

Der Rechenweg bleibt in jedem Monat gleich: Schätzwert der Fahrzeugklasse mal Faktor 3 ergibt die anrechenbare Strommenge, für die ein Quotenverpflichteter am Markt zahlt. Was am Ende ausgehandelt wird, ist kein Gesetzeswert, sondern Verhandlungssache zwischen Anbietern und Quotenverpflichteten, und dieser Preis schwankt über das Jahr. Frühe Meldung fixiert also nicht automatisch einen niedrigeren oder höheren Preis, sie fixiert nur den Anspruch selbst.

  • Der Schätzwert ändert sich nicht im Jahresverlauf.
  • Der Marktpreis ändert sich im Jahresverlauf, wie die Monatsmittel oben zeigen.
  • Der Betrag für deinen Vorgang steht erst nach der Bestätigung durch den Quotenhändler fest, nicht am Tag der Meldung.

Wer aus reinem Preisinteresse warten will, sollte deshalb wissen: Er wartet auf Information, nicht auf eine Zusage. Die aktuelle Marktlage und der eigene Auszahlungsrahmen stehen auf Auszahlung.

Was passiert, wenn ich mein Auto im Jahresverlauf verkaufe?

Planst du, dein Fahrzeug in diesem Jahr zu verkaufen, ändert das die Rechnung. Hast du schon gemeldet, bleibt die Anrechnung bei dir; du musst den Käufer nach § 7 Absatz 5 der 38. BImSchV darüber informieren, dass für dieses Jahr schon Strom angerechnet wurde. Hast du noch nicht gemeldet und verkaufst zuerst, geht die Möglichkeit an den neuen Halter über, ein anteiliger Anspruch für dich entsteht dadurch nicht.

Das Umweltbundesamt prüft das im Vorfeld nicht und gibt auf Anfrage keine Auskunft, ob für ein Fahrzeug schon gemeldet wurde. Willst du dich absichern, meldest du vor dem Verkauf. Beispiele wie der VW ID.4 oder der Tesla Model 3 Highland zeigen: Die Regel gilt unabhängig vom Modell, nur die Zulassungsbescheinigung entscheidet.

Was ist der beste Zeitpunkt für dich?

Eine pauschale Empfehlung für alle gibt es nicht, weil sich die beiden Vorteile ausschließen: Früh melden sichert das Jahr, spät melden zeigt mehr Marktpreis. Steht für dich fest, dass du dein Fahrzeug in diesem Jahr behältst und keine Doppelmeldung droht, spricht wenig dagegen, mit der Anmeldung zu warten und die Preisentwicklung zu beobachten – solange du dabei nicht in den November rutschst.

Steht ein Verkauf im Raum oder lief im Vorjahr schon ein Vertrag, der sich automatisch verlängern könnte, meldest du besser früh: Die Absicherung wiegt in diesem Fall mehr als ein paar Monate Marktbeobachtung. Unsicher, in welche Gruppe du gehörst? Der Kurzcheck weiter oben auf dieser Seite beantwortet in drei Fragen, ob dein Fahrzeug überhaupt berechtigt ist, unabhängig davon, wann du dich meldest.

Trag dein Fahrzeug unter Quote anmelden ein, sobald du dich entschieden hast; weitere Fahrzeuge und ihre Daten findest du unter Modelle, allgemeine Fragen beantwortet die FAQ. Grundsätzliches zur THG-Quote, das nicht am Jahr hängt, steht auf thgverkauf.de.

Häufige Fragen

Gibt es einen gesetzlich besten Zeitpunkt, die THG-Quote 2026 zu beantragen?

Nein. Schätzwert und Faktor stehen unabhängig vom Meldemonat fest (§ 5 der 38. BImSchV). Der Zeitpunkt entscheidet nur darüber, wie gut du gegen einen Halterwechsel abgesichert bist und wie viele Monate Marktpreis du vor deiner Entscheidung siehst. Beides musst du vor dem 15. November erledigen, und mit Puffer für Rückfragen davor.

Warum sollte ich früh im Jahr melden?

Weil die Anrechnung je Fahrzeug und Verpflichtungsjahr nur einmal möglich ist (§ 7 Absatz 4 der 38. BImSchV). Wurde für eine Fahrzeug-Identifizierungsnummer schon eine Bescheinigung erteilt, lehnt das Umweltbundesamt weitere Anträge dafür ab, entscheidend ist, wer zuerst gemeldet hat. So bist du gegen eine Doppelmeldung oder einen späteren Verkauf des Fahrzeugs abgesichert.

Lohnt es sich, wegen des Preises bis zum Jahresende zu warten?

Der Preis für die Vermittlung schwankt: THGaktuell verzeichnet für einen Pkw im Monatsmittel 316 Euro im Juni, 328 Euro im Juli und 341 Euro im August 2026; der September lag am 10. des Monats bei 342 Euro. Ob er zum Jahresende höher liegt als im Frühjahr, lässt sich daraus nicht vorhersagen, bekannt ist nur der bisherige Verlauf.

Was passiert, wenn ich mein Fahrzeug verkaufe, bevor ich gemeldet habe?

Dann geht die Möglichkeit für dieses Verpflichtungsjahr an den neuen Halter über, ein anteiliger Anspruch für dich entsteht nicht. Hast du dagegen schon gemeldet, bleibt die Anrechnung bei dir, und du musst den Käufer nach § 7 Absatz 5 der 38. BImSchV darüber informieren.

Bis wann muss ich die THG-Quote 2026 spätestens melden?

Gesetzlich bis zum 15. November des Verpflichtungsjahres (§ 8 Absatz 1 Nummer 2 der 38. BImSchV), für Pkw und andere reine Batterieelektrofahrzeuge. Anbieter nehmen Unterlagen üblicherweise vorher zuletzt an; unser Annahmeschluss für 2026 steht noch nicht fest. Details zu dieser Frist und was beim Verpassen passiert, stehen im Ratgeber zur THG-Quote-Frist.

Ändert der Meldezeitpunkt, wie viel Geld ich am Ende bekomme?

Der Rechenweg bleibt gleich: Schätzwert mal Faktor 3 ergibt die anrechenbare Strommenge, die verhandelte Vergütung dafür schwankt am Markt und ändert sich mit dem Zeitpunkt. Einen eigenen Betrag nennen wir vorab nicht; was für deinen Vorgang gilt, siehst du nach der Bestätigung auf der Auszahlungsseite.

Quellen

  1. gesetze-im-internet.de/bimschv_38_2017/__5.html
  2. gesetze-im-internet.de/bimschv_38_2017/__7.html
  3. gesetze-im-internet.de/bimschv_38_2017/__8.html
  4. umweltbundesamt.de/system/files/medien/366/dokumente/banz_at_28.08.2023…
  5. umweltbundesamt.de/system/files/medien/366/dokumente/2025-07-18_uba_faq…
  6. enwag.de/thg
  7. enbw.com/elektromobilitaet/thg-quote
  8. thgaktuell.de/thg-praemie-tagesaktuell

Weiterführend

Stand: . Keine Rechts- und keine Steuerberatung. Der Auszahlungsbetrag steht fest, sobald der Quotenhändler bestätigt hat.

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